Tagesstätte der Wohnhilfe feiert Jubiläum

Als die Tagesstätte vor zwanzig Jahren in der Grubestrasse in Höxter ihren Betrieb aufnahm, gingen die Meinungen dazu im Vorfeld weit auseinander. Von „brauchen wir nicht“ bis „unbedingt notwendig“ wurde ein breites Spektrum von Ansichten über diese Form des Hilfsangebotes für psychisch erkrankte Menschen genannt.

War in den Anfangstagen noch eine Zurückhaltung in der Akzeptanz zu spüren, waren die 20 Plätze schon nach einem Vierteljahr besetzt. Dieser Trend hat sich über die zwei Jahrzehnte fortgesetzt. Der Bedarf an diesen besonderen Hilfen ist ungebrochen. In der Tagesstätte wird ein niedrigschwelliges, tagesstrukturierendes Angebot bereitgehalten. Gemeinsam mit den Besuchern wird hieraus eine individuelle Ziel- und Maßnahmenplanung erstellt.

In diesen Tagen blicken die Mitarbeitenden der Tagesstätte nun auf das zwanzigjährige Bestehen zurück. Vieles hat sich seitdem ereignet, insgesamt haben bisher 154 Besucher das Angebot in Anspruch genommen. Im Frühjahr 2015 stand der Umzug von Höxter nach Brakel an. Das erweiterte Hilfsangebot und die Anforderungen an die baulichen Gegebenheiten machten die Standortverlagerung notwendig. Hier auf dem Gelände der alten Molkerei in Brakel erwarteten das multiprofessionelle Team neu erbaute barrierefreie  Räumlichkeiten; zudem erwies sich die Lage in der Mitte des Kreises Höxter als strategisch sehr günstig, da viele Besucher vom Fahrdienst der Tagesstätte auf die öffentlichen Verkehrsmitteln umsteigen konnten.

Der Grundgedanke der Arbeit hat sich seitdem nicht verändert, weiß Krimhild Weitner zu berichten. Sie leitet die Tagesstätte und ist gemeinsam mit Cornelia Hatscher von Beginn an in der Einrichtung tätig, die durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe finanziert wird.

Die Tagesstätte ist ein Baustein im Versorgungssystem für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Die Wohnhilfe e.V. bietet zudem noch das Ambulant Betreute Wohnen im gesamten Kreisgebiet an; vervollständigt wird das Angebot durch das St. Anna-Haus in Brakel. In diesem Bereich stehen 37 stationäre Wohnplätze zur Verfügung, die sich auf die Kerneinrichtung sowie acht Wohnungen an zwei Standorten im Stadtgebiet von Brakel verteilen.

Geschäftsführer Elmar Rüther (3. v.l.) mit Besuchern und Mitarbeitenden der Tagesstätte

 
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